Datenschutz & ärztliche Schweigepflicht

Eine der wohl ältesten Ausprägungen des Datenschutzes ist der Eid des Hippokrates, der bereits mehr als 2000 Jahre alt ist (1). Dieser Eid gilt im Außenverhältnis gegenüber jedermann, der nicht an der Arzt-Patienten-Beziehung teilhat (2).
Die Verschwiegenheitsverpflichtung haben die Landesärztekammern in den ärztlichen Berufsordnungen eigens geregelt.


Die Ärztegesetze werten die Verletzung der Verschwiegenheitsverpflichtung als Berufsvergehen.

Neben der in den Berufsordnungen der Landesärztekammern aufgeführten ärztlichen Schweigepflicht und der Regelungen im § 203 Strafgesetzbuch (StGB), sowie dem Zeugnisverweigerungsrecht des § 53 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) dient als Grundlage des Datenschutzes - auch in Arztpraxen - die allgemeinen Datenschutzvorschriften, allen voran das BDSG. Im BDSG werden alle Bereiche, die mit personenbezogenen bzw. -beziehbaren Daten in Berührung kommen, geregelt. Neben den Regelungen des BDSG gewährleisten aber noch andere Fachgesetze wie das Sozialgesetzbuch den Schutz der personenbezogenen bzw. -beziehbaren Daten.

Daher ist es dringend notwendig, Datenschutz in Arztpraxen zu regeln. Wir empfehlen daher allen Ärzten, sich eingehend über das Thema Datenschutz zu informieren. Hierfür hat bereits 2002 das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein die Aktion “Datenschutz in meiner Arztpraxis” ins Leben gerufen.
Wie der Name dieser Einrichtung es schon sagt, ist diese nur für Schleswig-Holstein zuständig, aber die Informationen sind natürlich für alle Arztpraxen in Deutschland hilfreich.

Ein weiteres Themengebiet mit dem sich der Datenschutz in der heutigen medizinischen Praxis auseinandersetzen muss, ist das Thema “Telemedizin”.
Anwendungen der Telemedizin sind z. B.

  • das Telekonsil
  • die Telekonferenz
  • die Teleradiologie
  • die Telepathologie
  • die Telechirugie
  • das Telemonitoring



Weitere Informationen zum Thema Datenschutz für Arztpraxen