Beratungshaftung

Mit Beginn der Anlageberatung kam auch das Thema der Beratungshaftung auf.
Im Rahmen der MiFID-Umsetzung und diverser Rechtsprechungen des Bundesgerichtshofes der letzten Jahre, hat das Thema aber eine neue Wertigkeit bekommen. Schlagzeilen wie:

“Bundesgerichtshof entscheidet über Darlegungs- und Beweislast für vorsätzliches Verschweigen von Rückvergütungen.” (Pressemitteilung BGH vom 13.05.2009)

“Bundesgerichtshof entscheidet über Informationspflichten der Bank zum Umfang der Einlagensicherung von Kundengeldern.”(Pressemitteilung BGH vom 14.07.2009)

“Hoffnung für Anleger - Mehrere Entscheidungen zu verdeckten Provisionen und Lehman-Papieren haben die Rechte geschädigter Anleger gestärkt.” (Focus Money - Online vom 07.07.2009)

“Online-Broderfirmen haften für riskante Anlagen - Der Bundesgerichtshof stärkt Anlegern den Rücken.” (Financial Times Deutschland vom 10.03.2010)


Aber auch die neueste Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 15.04.2010 AZ.: III ZR 196/09 - mal inhaltlich in die andere Richtung befeuern die Diskussion wie es in den nächsten Jahren weitergeht.
Hierzu schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 06.05.2010:
“Bundesgerichtshof rudert zurück - Der Bundesgerichtshof hat die Haftung von Banken und anderen Anbietern von Geldanlagen deutlich verschärft: In vielen Fällen müssen Rückvergütungen (“Kickbacks”) demnach unaufgefordert offengelegt werden. Nun deutet sich eine vorsichtige Korrektur an. Freie Anlageberater sind von der Haftung für verschwiegene Vergütungen ausgenommen.”

Der Gesetzgeber hat im § 34 WpHG mittlerweile geregelt, dass jedes Anlagegespräch mit Privatkunden schriftlich dokumentiert werden muss.
Für weitere Details stehen wir Ihnen gerne in persönlichen Gesprächen kompetent zur Verfügung