Jeder ist Compliance Officer!

Ein Beitrag von Gast-Autorin Marina Popcov

Compliance liegt in der Verantwortung der Geschäftsleitung, für alle anderen gilt: Einfach nicht unangenehm auffallen. So werden Regelwerke ungelesen unterschrieben, AGBs stets akzeptiert und Kästchen reihenweise in Checklisten angekreuzt. Für die meisten Mitarbeiter steht Compliance für Apathie und Desinteresse.

Dies ist nicht nur höchst ineffektiv, sondern auch potentiell gefährlich. Denn die Geschäftsleitung oder Compliance-Beauftragte können zwar anweisen, informieren und kontrollieren, sind aber nicht vor Ort wenn Betrug geschieht oder Risiken entstehen. Dafür sensibilisierte Mitarbeiter hingegen können viel schneller erkennen und melden. Sie sind auch vertrauter mit dem täglichen Geschäft in ihren Bereichen und können … Ganzen Artikel lesen

Kenne deine Risiken, aber mit System! – Gefährdungsanalyse in der Geldwäsche-Prävention

Die Anforderungen im Bereich der Geldwäsche-Prävention steigen stetig. Im Februar dieses Jahres wurde die bestehende Geldwäscherichtlinie 2005/60/EG überarbeitet und erweitert in der Form der 4. Geldwäscherichtlinie 2013/0025(COD) vorgestellt. Während die EU Kommission die Neufassung prüft stellen sich viele Unternehmen bereits auf die erweiterten Richtlinien ein. Für die Richtlinie selbst haben die Mitgliedstaaten der EU eine Umsetzungsfrist von zwei Jahren.

Bei den Neuerungen sind zwei Aspekte besonders wichtig. Erstens, die Anzahl der betroffenen Unternehmen wird erweitert. Während zuvor interne Sicherheitssysteme hauptsächlich für Kredit- und Finanzinstitute bestimmt waren, müssen nun alle geldwäscherechtlich Verpflichteten den neuen Anforderungen entsprechen. Zweitens, die Anzahl der Mindestanforderungen … Ganzen Artikel lesen

Compliance beginnt mit Risiko Analyse

Ein Beitrag von der Gast-Autorin Marina Popcov.

Die Unternehmensleitung hat sich entschieden, ein Compliance Management System muss eingerichtet werden, am besten schnell, einfach und unbürokratisch. Es soll möglichst alle Rechtsanforderungen berücksichtigen, sämtliche Abteilungen erfassen, unbürokratisch und schnell Risiken erkennen, das Unrechtsbewusstsein der Mitarbeiter erweitern und noch vieles mehr. Für den Zuständigen ergibt sich das erste Dilemma: Wo fängt man an?

Der Aufbau eines Compliance Management Systems beginnt bei der Compliance Risiko Analyse. Was im ersten Moment wie Beraterdeutsch klingt ist ein systematischer Prozess und kann in 4 Phasen einfach zusammengefasst werden:

1. Analyse des Unternehmens und der bestehenden internen RegelungenGanzen Artikel lesen

Neue EU Richtlinie über die Eierlegendewollmilchsau – Macht Compliance noch Sinn?

Ein Beitrag von der Gast-Autorin Marina Popcov

Es ist fast so, als ob stündlich auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene neue Gesetz, Verordnungen, Richtlinien und Maßnahmen herausgebracht werden. Basel III/CRD IV,  FATCA, KAGB, MiFID II,  SEPA, Solvency II, MaComp,  MaRisk, etc. heißen die kryptischen Regelwerke und kommen meist verpackt mit engen Zeitplänen zur Umsetzung und Bußgeldforderung bei Verstoß. Zusammengefasst wird der bürokratische Wahnsinn unter dem neudeutschen Begriff „Compliance“, welches eine eigene unternehmensinterne „Compliance Management Funktion“ fordert und gern in Begleitung des „Risikomanagements“ erscheint.

In der amtlichen Wunschvorstellung muss sich jedes Unternehmen fragen welche der o. g. Regelungen genau auf … Ganzen Artikel lesen

Finanzdienstleister – Lost in Compliance? Ein Update.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 18.11.2013 in der Zeit von 09:00-17:00 Uhr findet im Wiesbadener Dorint Pallas Hotel die Fachtagung “Finanzdienstleister – Lost in Compliance? Ein Update.” statt.

Neben hochkarätigen Branchenvertretern der Finanzdienstleistungsbranche, Juristen und der BaFin, die zu den diversen Änderungen in den Bereichen der Wertpapier-Compliance, des Risikomanagements, sowie des Datenschutzes praxisbezogen referieren werden, wird unser Geschäftsführer Herr Thomas Gutte auf die Änderungen im Bereich der Geldwäscheprävention auf Grund der 4. EU-Geldwäscherichtlinie eingehen und zu den neuen Vorgaben für  die Prüfungen nach § 29 Abs. 2 KWG im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, Sonderprüfungen nach § 44 KWG im Bereich … Ganzen Artikel lesen

Umsetzungsmöglichkeiten der Compliance-Funktion bei Instituten

Spätestens seit der Einführung der Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten nach §§ 31 ff. WpHG (MaComp) vom 07.06.2010 sollten auch kleine und mittelständische Banken und Finanzdienstleister sich Gedanken machen, wie sie die Compliance-Funktion in Ihrem Institut umsetzen.

Es bestehen hierfür folgende Lösungsansätze:

  • Aufbau einer internen Compliance Einheit
  • Auslagerung  der Compliance-Funktion auf einen spezialisierten Dienstleister
  • Kombination einer internen Lösung mit Unterstützung durch das Know-how eines externen Anbieters.

Welches dieser Lösungen für das jeweilige Institut die richtige Vorgehensweise darstellt ist genauso unterschiedlich zu beantworten, wie die Institute ebenso vielfältig aufgestellt sind.

Eines kristallisiert sich allerdings bei … Ganzen Artikel lesen

Videoüberwachung – Was ist zu beachten?

Mittlerweile ist es üblich dass in vielen Bereichen unserer Gesellschaft (Staat als auch Privatwirtschaft) Videoüberwachungen mit dem Ziel der Verhinderung bzw. Aufklärung von Straftaten wie z. B. Einbruch oder Diebstahl durchgeführt werden. Dabei müssen die Aufsteller von Videoüberwachungsanlagen das bereits im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerte Persönlichkeitsrecht beachten. Konkret hat der Gesetzgeber hierfür im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) den §en 6b – „Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen“ Regelungen vorgegeben. Demnach ist nicht jeder Einsatz von Videoüberwachungsgeräte zulässig.

Daher sollte vor dem Einsatz einer solchen Videoüberwachung zunächst stets als Erstes abgeklärt werden, ob nicht auch andere Mittel zur Prävention von Straftaten … Ganzen Artikel lesen

CRD IV – Regulierungspaket zur Umsetzung von Basel III ist ab 2014 anzuwenden

Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrem aktuellen Journal mitteilt sind die Regelungen von CRD IV und CRR nun vermutlich ab 01.01.2014 anzuwenden. Dafür ist es aber noch erforderlich dass das Regelungswerk im Amtsblatt der Europäischen Union bis zum 30. Juni 2013 veröffentlicht wird. Geschieht dies erst danach, so verschiebt sich der Start auf den 01.07.2014.

Das CRD-IV-Paket soll für eine quantitativ und vor allem qualitativ bessere Eigenmittelausstattung der Institute sorgen und wird erstmals EU-weit harmonisierte Liquiditätsanforderungen stellen. Mit CRD IV und CRR wird darüber hinaus ein “Single Rule Book” geschaffen. Es harmonisiert das europäische Bankenaufsichtsrecht, sorgt für einen … Ganzen Artikel lesen

Compliance Circle FFM trifft sich am 28.05.2013 – Thema MaRisk 5.0

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie recht herzlich zu dem nächsten Treffen des Compliance Circles in Frankfurt einladen.

Der Compliance Circle FFM trifft sich am 28.05.2013 um 19:30 Uhr im Restaurant Fontana di Trevi, Mittelweg 60, 60318 Frankfurt am Main. Näher Informationen zur Örtlichkeit können Sie auf der Webseite http://www.fontana-ditrevi.de/index-1.htm ersehen.

Mit der MaRisk 5.0 haben wir nun die angelsächsische Definition von Compliance auch in Deutschland für den Finanzdienstleistungssektor umzusetzen. Neben der bisherigen Wertpapier-Compliance müssen die Institute nun die sogenannte MaRisk-Compliance umsetzen, zusätzlich ist ebenfalls ein Risikocontroller als Instanz im Institut zu implementieren. Was dieses nun konkret für … Ganzen Artikel lesen

Sind Sie gut für die nächste Geldwäsche-Prüfung vorbereitet?

Eine Vielzahl gesetzlicher (hier sind u. a. zu nennen das GWPräOptG, BGBl. 2011, S. 2959 und GwGErgG, BGBl. 2013, S. 268) und aufsichtsrechtlicher Neuerungen hat in den letzten Jahren zu Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation (hier ist u. a. die Zentrale Stelle zu nennen) bezüglich der Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und neu den sonstigen strafbaren Handlungen bei den Finanzdienstleistungsinstituten geführt. Die Umsetzung dieser Vorgaben stellt die Finanzdienstleistungsinstitute derzeit immer noch vor teilweise großen Herausforderungen, zumal anfangs keine Auslegungs- und Anwendungshinweise veröffentlicht waren. Mittlerweile liegen diese von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), dem Bundesministerium der Finanzen und der … Ganzen Artikel lesen